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Vertrauen steht nicht im Vertrag
Ein neuer Bremer Tatort, ein eingespieltes Duo und eine Produktion, die die Forderungen von Pro-Quote mehr als erfüllt: An den entscheidenden Positionen sind ausschließlich Frauen beteiligt. Besonders Elisabeth Herrmann findet zum Schluss deutliche Worte für die Missstände in der Branche. Sie kontrastiert ihre Freiheit als Romanautorin mit der Realität beim Film und kritisiert Regisseure, die Drehbücher ohne Rücksprache umschreiben, scharf: „Wir sind nicht die Hiwis der Regie“. Zudem prangert sie die Unsicherheit durch sogenannte „Trittbrettverträge“ an, bei denen Zahlungen vom Drehbeginn abhängen und das wirtschaftliche Risiko allein beim Autor liegt. Ihr Fazit: Da Vertrauen oft enttäuscht wird, braucht es härtere vertragliche Regeln und mehr Schutz für das Gewerk Buch.
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HFF München
Kathrin Richter und Lea Schmidbauer sind erfahrene Autorinnen, die seit rund zwei Jahren an der HFF lehren - und zugleich selbst an der Hochschule studiert haben. Sie erzählen, wie sich die Ausbildung verändert hat, was heutige Studierende antreibt und warum es in Deutschland nach wie vor schwierig ist, dramaturgisches Denken zu vermitteln. Im Gespräch geht es um den Spagat zwischen Kunsthochschule und Kaderschmiede, um die Frage, was Architektur mit Kreativität zu tun hat, und um eine junge Generation, die zwischen Realismus und Fantasy ihre eigene filmische Sprache sucht. Wir hören, warum viele Studierende heute direkt nach dem Abitur kommen, wie sie lernen, Spannung zu erzeugen, und welche Herausforderungen das Schreiben für Film und Fernsehen mit sich bringt. Richter und Schmidbauer sprechen offen über ihre Erfahrungen, über Erwartungen an die Branche und über ihre Hoffnung, dass zukünftige Drehbuchautorinnen und -autoren mit Selbstbewusstsein und handwerklicher Präzision ihren Platz finden – in einer Filmwelt, die sich rasant verändert, aber immer noch gute Geschichten braucht.
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Der letzte Film
Im Gespräch mit Frank Zeller beleuchtet Oliver Schütte, wie KI nicht nur die Stoffentwicklung, sondern das gesamte Filmgeschäft von der Pre- bis zur Postproduktion revolutioniert – und warum dies ein dringender Weckruf für alle Filmschaffenden ist. In seinem neuen Buch "Der letzte Film" erläutert er, was dieser radikale Umbruch für Regisseure, Autorinnen oder Editorinnen bedeutet. Welche Berufe verschwinden, welche entstehen? Zwischen den analytisch-reflektierenden Kapiteln entfaltet er ein fiktionales Zukunftsszenario: 2036 kämpft ein Filmemacher gegen die Übermacht algorithmischer Perfektion, als eine Nachricht ihn in ein zutiefst menschliches Abenteuer stürzt.
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House of Bellevue
Die Beiden erzählen, wie die Idee aus Kais Erfahrungen in der queeren Geflüchtetenhilfe und der Berliner Ballroom-Community entstand, wie der Writers’ Room arbeitete und weshalb die echte Community eng einbezogen wurde. Im Zentrum der Serie steht Emm, 19, der nach Berlin kommt, um in der Ballroom-Szene seinen Platz zu finden. Außerdem geht es um Repräsentation, Verantwortung und spitze Zielgruppen.
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Stiller
Max Frisch ist ein schweizer Nationalheiligtum und gehört auch in Deutschland zum literarischen Pflichtkanon. Sein früher Roman "Stiller" markiert sein Durchbruch als Schriftsteller. Für die Verfilmung erarbeitete Axel Buresch in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Stefan Haupt eine drehfähige Variante des umfangreichen Werkes. Alex Buresch studierte Schauspieldramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie in München. Seit Beginn der Nuller-Jahre schreibt er Drehbücher, unter anderem "Das wahre Leben" (gemeinsam mit Matthias Pacht, Regie Alain Gsponer), "Der letzte Weynfeld" nach einem Roman von Martin Suter (Regie ebenfalls Alain Gsponer). Er wurde mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet. Er leitet gemeinsam mit Johanna Stuttman den Studiengang Drehbuch an der Filmakademie Ludwigsburg.
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Niki Théron
Niki Théron ist Senior Manager International Projects der Frankfurter Buchmesse. Sie verantwortet dort unter anderem das Book-to-Screen Programm, das sich zur Aufgabe gesetzt hat, die Welt des Buches mit der Filmbranche zu vernetzen. Auf der Frankfurter Buchmesse wird es einige Veranstaltungen geben, auf denen die Verfilmung von Romanen im Mittelpunkt steht.
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Von uns wird es keiner sein
Suizide sind ein heikles, gesellschaftliches Thema, und sie sind heikel in ihrer künstlerischen Darstellung. Lucas Flasch hat gemeinsam mit einem engagierten Produzententeam ein einfühlsames Drama zum Thema entwickelt. Im Mittelpunkt des Ensemblefilms steht eine Freundesgruppe von vier Schülern, drum herum ihre Eltern und Lehrer. Lucas Flasch stammt vom Niederrhein. Er machte zunächst eine Ausbildung als Veranstaltungstechniker und arbeitete zehn Jahre in diesem Beruf. Dann studierte er Drehbuch an der Filmuniversität Babelsberg und schloss mit einem Master ab. Seither schreibt er Serien und Einzelstücke fürs Fernsehen und auch fürs Kino.
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Rabeah Rahimi und Leonore Lukschy
In dieser Folge sprechen wir mit Rabea Rahimi und Leonore Lukschy, die beim Filmfest Emden den Drehbuchpreis für unverfilmte Drehbücher mit „Dieterstan“ gewonnen haben. In dem Buch geht es um Sarah(12), die aus Afghanistan kommt und allein in einem Asylbewerberheim in Mecklenburg-Vorpommern lebt. Dort begegnet sie Dieter, einem Ex-DDR-Punker; zwischen zwei „verlorenen Seelen“ entsteht eine besondere Freundschaft.W Wir nehmen euch mit hinter die Kulissen: von der ersten Förderung bis zu Absagen, von Selfmade-Netzwerk bis Produktionsgesprächen.
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22 Bahnen
Im Gespräch geht es um die besonderen Herausforderungen einer Romanadaption, die Balance zwischen Werktreue und filmischer Eigenständigkeit sowie um die enge Zusammenarbeit mit Regie und Produktion. Elena Hell erzählt, wie sie Figuren, Themen und Dramaturgie für die Leinwand entwickelt hat, welche Szenen und Motive es aus dem Roman in das Drehbuch geschafft haben und wo sie schmerzliche Abstriche machen musste. Außerdem diskutieren die drei, wie Humor, Rückblenden und die komplexen Beziehungen der Figuren filmisch umgesetzt wurden. Der Film, prominent besetzt mit Luna Wedler, Janis Niewöhner und Laura Tonke, startet am 4. September in den Kinos.
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Auf der Walz
Die alte Tradition der wandernden Handwerksgesellen ist nach wie vor intakt. Etwa 500 junge Männer und inzwischen auch Frauen sind wohl in Deutschland auf der Walz. Kein Geld von zu Hause, kein Mobiltelefon, kein fester Wohnsitz, keine längeren Jobs. Michael Kenda baute daraus einen Degeto-Film irgendwo zwischen romantischer Dramedy, Roadmovie und modernem Heimatfilm.
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